Saison-Abbruch Ja oder Nein??

Für welchen Plan entscheiden sich unsere Thüringer Schachspieler/innen??

PLAN -A- Die Saison 2019/2020 wird bis zum Frühjahr 2021 gestreckt. Dieser Plan gilt für die 1. Schach-Bundesliga derzeit als die wahrscheinlichste Variante. Dieses Verfahren muss nicht zwingend bis in die unterste Klasse übernommen werden. Z.B. 2. Bundesliga und Oberliga strecken die Saison bis 2021, die darunter liegenden Verbandsligen (z.B. 2 Stück) und alle anderen Klassen spielen die aktuelle Saison zu Ende und tragen auch eine komplette Saison 2020/2021 aus. Dann läuft alles unterhalb der Verbandsliga normal inkl. Aufstieg in und Abstieg aus der Verbandsliga. Lediglich die beiden Meister der Verbandsligen können (noch) nicht aufsteigen. Am Ende der Saison 2020/2021 gibt es dann 2-4 Aufsteiger aus den Verbandsligen (anstelle von 2 in einer normalen Saison). Man kann z.B. alle 2-4 Mannschaften aufsteigen lassen und die Oberliga spielt die Saison 2021/2022 mit bis zu 12 Teams. 

PLAN -B- Die Saison 2019/2020 wird abgebrochen und der jetzige Tabellenstand als Abschluss gewertet. Es gibt Aufsteiger und Absteiger gemäß der aktuellen Platzierung und ab Herbst wird eine neue Saison gespielt. Problematisch ist in der 2. Schach-Bundesliga, dass die Mannschaften unterschiedlich viele Partien absolviert haben. Als Modifikation dieser Idee könnte man mathematische Verfahren verwenden, um eine Abschlusstabelle zu berechnen.

PLAN -C- Die Saison 2019/2020 wird abgebrochen und nicht gewertet. Ab Herbst spielen alle Klassen in gleicher Besetzung eine neue Saison, d.h. es gibt in diesem Jahr keine Auf- und Absteiger. Eine Mannschaft, die zurückgezogen hat (z.B. Lingen in der 1. Schach-Bundesliga) müsste ersetzt werden.

PLAN -D-

Das wäre jetzt Ihr Vorschlag, den Sie unten in der Diskussion vorstellen können.

Kommentar schreiben

Kommentare: 7
  • #1

    R.Töpfer (Samstag, 16 Mai 2020 16:14)

    Was machen unsere Nachbarländer?
    FRANKREICH
    Die abgebrochene Saison wird zu einer "saison blanche", d.h., sie wird genullt. Es gibt keine Abstiege, jedoch hat jeder Gruppenerste (und nur dieser, gemäß unvollständiger Tabelle) das Recht aufzusteigen. Die Gruppenstärken können sich dadurch um mehrere Teams erhöhen. Die Meldung für die neue Saison (regulär ab Oktober) ist bereits möglich.
    Also eine MISCHUNG aus MODELL B und C.
    ÖSTERREICH
    Grundsätzlich MODELL B, jedoch mit einigen Härtefall- und Sonderregelungen bzgl. Auf- und Abstieg:
    Z.B. werden in etlichen Ligen (landesverbandsabhängig) unterhalb der 1. und 2. BL alle ausgefallenen Kämpfe als REMIS gewertet!
    Neue Saison wie üblich ab Herbst.
    NIEDERLANDE (Beschluss schon am 3.4.) und BELGIEN (21.3.!)
    Keine Meister, kein Auf- oder Abstieg, also MODELL C !
    Details bei Rückzügen sollen noch folgen, regulärer Saisonbeginn wäre Ende September.
    SCHWEIZ
    Es gibt 2 getrennte Meisterschaftsserien SGM (Nov. bis Mitte März) und SMM (Ende März bis Okt.).
    Die SMM 2020 ist komplett abgesagt. Die ausgefallene letzte Runde der SGM ist für den 5.9. angesetzt.
    Keine Sondermodelle nötig, man hofft auf regulären Neubeginn im November.
    Die besondere Situation der deutschen Bundesliga, wo noch die Hälfte der Begegnungen aussteht, gibt's bei unsern Nachbarn nicht, also dort keinen PLAN A, und bisher auch keine (offiziellen) Ideen zu Internet-Mannschaftskämpfen. - In den recht früh getroffenen Beschlüssen spürt man deutlich die Erwartung, im Herbst wieder normal spielen zu können...
    Der Plan B ist für mich realistisch, denn es gibt zu viele Fragezeichen für eine Fortsetzung der Saison.

  • #2

    R.Töpfer (Montag, 18 Mai 2020 17:57)

    Hallo Schachfreunde/innen
    Ich halte Plan B für eine richtige Entscheidung.
    Begründung:
    Die Saison wird beendet, die Auswertungen DWZ/ELO wird durchgeführt.
    Die Auf und Absteiger werden in den unteren Ligen im Verband entsprechend der TO und Festlegungen realisiert. Der evtl. Aufsteiger in die OL sollte dann via Stichkampf erfolgen-falls die OL sich der 1. Und 2. Bundesliga anschließen sollte. (Fortführung der Saison 19/20)
    Die neue Saison sollte dann von den LV. In Angriff genommen werden im engen Kontakt mit den dazu gehörigen Vereinen zwecks Mannschaftsmeldungen und Aufstellungen.
    Gleiches würde ich auch im Jugendbereich anwenden um auch hier Planungssicherheit zu gewährleisten. Eine wichtige Frage wird natürlich sein bezüglich „Großveranstaltungen“ leider gibt es hierfür noch keine generelle Aussage über Größe der Teilnehmer usw.
    Ich bin mir natürlich auch bewusst das sehr viele Fragezeichen für einen „Neubeginn“ einer Saison 20/21 besteht und deshalb wäre vielleicht eine Verkürzung der Saison eine Alternative. Eine Fortsetzung der noch ausstehenden 2-3 Runden in den Verbänden können wir sicherlich verschmerzen in den oberen Ligen wird vsl. der Plan A favorisiert.
    Bleibt alle gesund!
    R.Töpfer/AG-Leiter Lok Sömmerda

  • #3

    J. Perlitz (Montag, 18 Mai 2020 23:41)

    Einige Mannschaften werden wohl nicht in der selben Besetzung weiter spielen. Einige Spieler aus Risikogruppen werden wahrscheinlich zur Zeit nicht spielen. In jeder Variante wird es benachteiligte geben. Vielleicht sollte man abbrechen ,keine Absteiger und trotzdem Aufsteiger. Eine Saison mit ein oder zwei Mannschaften mehr spielen .Nächste Saison dementsprechend mehr Absteiger .Dann wären wieder zehn Mannschaften in einer Liga. Sollten Mannschaften zurück ziehen dann wäre das Problem gelöst.

  • #4

    Leuner (Dienstag, 19 Mai 2020 08:43)

    Ich halte den Plan A für realisierbarer und gerechter:
    In der BL sind die Ansetzungen so, das der Kampf gegen den Abstieg sich vor allem auf die letzten Runden konzentriert. Gleiches gilt für der THL.
    Wenn die Abstandsregel so bleibt, ist das beim Schach kaum zu realisieren. Die Raumsituation ist kritisch, da oft nur kleinere Räume zur Verfügung stehen. Es müssen oft mehrere Mannschaften zum gleichen Termin spielen. Zudem werden Räume von öffentlichen Trägern, bei uns TU und Altersheim, genutzt. Wir sind da von Genehmigungen abhängig. Bei Plan B könnte die nächste Saison bereits zu Beginn gefährdet sein.

  • #5

    Meyer (Samstag, 23 Mai 2020 15:58)

    Der Vorschlag von Schachfreund J. Perlitz ist unter den momentanen Bedingungen wohl das Vernünftigste.

  • #6

    K.Bussemer TSV Plaue (Sonntag, 24 Mai 2020 10:55)

    Ich halte den Plan B für die beste Lösung.
    Auch wenn die Landesregierung ab Anfang Juni die Beschränkungen aufheben will
    hat sich an der aktuellen Situation nichts geändert. Nur die Verantwortung wird nach unten verschoben. Welcher Verein kann und will die Verantwortung bei einer Ansteckung übernehmen?
    Solange wie es keinen wirksamen Impfstoff gibt oder durch die Spieler achgewiesen
    werden kann das keine Ansteckungsgefahr besteht werde ich persönlich mein Hobby nur online ausüben.

  • #7

    B. Glaser Lok Sömmerda (Freitag, 29 Mai 2020 23:05)

    Da niemand weiß, wann wieder alle Vereine + Mannschaften spielen können und auch die Spiellokale wieder für Schach nutzbar sind, ist für den ThSB der Plan A wohl die angesagteste Lösung. Eine Saisonverlängerung um ein ganzes Jahr hat auch den Vorteil, dass wir dann auch noch in 2021 in den Plan B, C oder XY ... umschwenken könnten. Ob wir demnächst neu starten + ungefährdet spielen können und wer das von den zahlreichen "Risikospielern" dann auch tun würde, wissen wir frühestens nach der vollständigen Rücknahme aller Einschränkungen. Und wird das im Herbst 2020 sein? Eher ist es doch so, dass es vor Herbst 2021 keinen Impfschutz für alle geben wird ... Schach in Thüringen ist für die meisten nur ein Hobby, da sehe ich wie Schachfreund Busemer.